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Das wünscht sich Wentorf

Auswertung der Aktion auf dem Wentorfer Markt: 220 Vorschläge für die Gemeinde

"Hammer!" Manchmal reicht ein einziges Wort und eine Metapher aus der Welt des Heimwerkens, um ein geeignetes Schlussfazit eines Abends zu ziehen. Die rund 15 Teilnehmer von "Wentorf vernetzen und gestalten" stehen staunend und zufrieden vor einem langen Tisch, auf dem beschriebene Pappkarten nach Themen sortiert fein säuberlich geordnet liegen. Noch eine knappe Stunde zuvor hatten sie verstreut auf dem Boden des großen Raumes in der Alten Schule gelegen. Mehr als 200 Karten waren im Rahmen der Aktion "Wünsch Dir was für Wentorf" beim Adventorfer Markt zusammengekommen. 

Einfach mal einen persönlichen Wunsch für Wentorf in den Umriss einer Wolke schreiben dürfen – das kam offensichtlich gut an. Verkehr, Kinderbetreuung, Kultur, Sportaktivitäten und mehr Möglichkeiten zur Begegnung in Wentorf – das waren die Bereiche, die offensichtlich  vielen am Herzen liegen. Aber nicht nur die Menge der Karten ist es, die auch noch eine Woche nach der Aktion in der Gruppe Faszination auslöst. "Das Tolle waren die sehr intensiven Gespräche. Es zeigt, dass sich viele Menschen mit unserer Gemeinde beschäftigen und sich auch dafür einsetzen wollen", sagt Alena Kempf-Stein, Mitgründerin der Initiative "Wentorf vernetzen und gestalten".

Ein Schloss bitte....

Kinder, Ältere, Familienväter oder Berufstätige – sie alle hatten sich an der Aktion beteiligt und eine riesige Bandbreite an Wünschen geäußert. Viele Vorschläge sind in der Vergangenheit auf politischer Ebene bereits zur Sprache gekommen, wie etwa ein Café im Casinopark, ein besserer Zustand der Spielplätze oder die Pflege der Grünflächen. Und es waren Dinge dabei, die selbst eine starke Gemeinschaft nicht erfüllen kann – ein Schloss etwa, ein Heißluftballon oder – ganz pauschal – bessere Politiker. 

Nächstes Treffen im Januar

Und wie geht's weiter? Die Gruppe will den Wünschen natürlich gern Taten folgen lassen – in Arbeitsgruppen und gemeinsam mit hoffentlich vielen weiteren Wentorfern sowie mit den vorhandenen Institutionen und Vereinen. Reinhild Haacker, Initiatorin der Wünsch-Dir-Was-Aktion: "Sicherlich können wir viele Wünsche nicht erfüllen, auch wenn sie noch so oft geäußert wurden. Aber wir können zum offenen und konstruktiven Diskurs darüber anregen - parteiübergreifend und offen." Ein Termin für das nächste Treffen ist im Januar geplant. Die einzelnen Karten, nach Kategorien sortiert, kannst Du hier sehen.

Stell Dir vor...

  • Du wohnst nicht nur in einer Gemeinde, sondern bist Teil einer Gemeinschaft
  • Nachbarn und Gemeindebewohner helfen sich gegenseitig
  • Unsere Lebensmittel stammen aus der unmittelbaren Umgebung
  • Pendeln und Staus sind Begriffe aus der Vergangenheit
  • Eltern und Großeltern haben viel Zeit, sich mit Kindern zu beschäftigen
  • Alle dürfen in Würde altern und sterben

Stell Dir vor, die Kommunalpolitik freut sich über Deine Meinung und Mitgestaltung auch ohne, dass Du Mitglied in Parteien und Verbänden wirst oder Dich auf lange Zeit festlegen musst.

Stell Dir vor, Du kannst Deine eigene Idee von einem lebenswerteren Wentorf entwickeln.

Stell Dir vor, Du bekommst Unterstützung, diese Wirklichkeit werden zu lassen.

Stell Dir vor, das macht Spaß!

Über uns:

Was "Wentorf vernetzt" auszeichnet:

  • Wir sind kein Verein, sondern ein Netzwerk.
  • Bei uns redet nicht einer und alle nicken ab - sondern alle machen mit.
  • Wir verwenden eine Moderations- und Projektmanagement-Methode aus der IT - die "Liberating Structures", damit kein Gedanke unter den Tisch fällt.
  • Wir sagen Du zueinander, denn wir sitzen in einem Boot.
  • Wir hören einander zu und respektieren alle anderen in der Gemeinde.
  • Wir sind keine "Vertreter von" sondern jeder spricht für sich.
  • Wir entwickeln uns weiter.

So kannst du mitmachen:

Der nächste Termin:

     

    Mitbringen:

    • Deine Ideen
    • einen dicken Stift
    • Zwei Stunden Zeit
    • und eine kleine Spende für die Raummiete, die wir an die Gemeinde zahlen müssen.